Saturday, 22 August 2009

Elsbeth in Japan
21.8.
Heute Abreise aus Tokyo, das sicherlich noch mehrere Tage an Besichtigung wert gewesen wäre, aber man soll ja immer etwas für ein nächstes Mal aufbewahren, also sayonara Tokyo.
Es geht zum Mt Fuji, aber leider ist ausgerechnet heute das Wetter sehr wolkig, also Fuji futsch in den Wolken. Aber von Zeit zu Zeit reissen die Wolken bei der Anreise auf und man hat gute Sicht auf diesen beeindruckenden Berg, der mit 3776 m Höhe als höchster Gipfel Japans aus seiner Umgebung heraussticht. Es ist Sommer und daher ist der Gipfel schwarz, das photogene Zuckerhäubchen aus Schnee ist für eine andere Jahreszeit. Daher verschwende ich auch nicht allzu viel Zeit, einen Fuji mit vielen Photos zu dokumentieren, denn aus der diesigen Ferne ergibt dies nichts.
Die Basis des Berges ist zirka 40 km breit und die Kegelvulkanform klassisch. Die Japnaer haben bis auf rund 2400m eine Serpentinenstrasse de Luxe gebaut, die in den Kurven immer einen geriffelten Strassenbelag hat , um mehr Sicherheit zu gewährleisten. Hier könnten unsere Strassenbauer etwas lernen.
Auf der Anhöhe 2400m ist ein grosser Souvenirshop und sind auch einige Restaurants im grossen Stil. Von hier aus startet die Fujibesteigung, die für jeden Japaner ein fast religiöses Erlebnis bedeutet. Wir werden nur mit dem Bus hingekarrt und haben genau 30 Minuten Aufenthalt. Wie bedaure ich, dass ich nicht an dem allgemeinen Aufbruch auf den Berg teilnehmen kann, auch wenn dies hier ein organisierter Massenbetrieb ist. Die Japaner wandern anscheinend nur in Gruppen. Diese treffen sich am Eingang zum Aufstieg, der mit einem Holztor gekennzeichnet ist. Dann kommt ein Gruppenphoto und der Wanderführer gibt eine aufmunternde Ansprache mit Tips etc die dann mit einem dreifachen Faust in die Höhe begleitet von Ausrufen, die sicher dem Deutschen Zickezacke entsprechen, endet, wobei dann alle mitschreien. Und dann geht es los. Die Wanderer sind alle exzellent ausgerüstet und gegen die Sonne geschützt. Bei manchen geht dies sogar soweit, dass sie ein schwarzes Tuch vor ihren Hut hängen und nur die Augen von unter dem Hut rausschauen. Die Talibans hätten hier ihre grösste Freuden. Aber nicht nur die Frauen sind so verhüllt. Man sieht keine nackten Beine oder Arme, obwohl die Temperatur hier unten noch bei 26° liegt. Die Japaner kennen die Kraft ihrer Sonne, die wirklich gnadenlos ist, was manche Europäer leider nur zu spät merken. In jeder der Gruppe, mit denen ich gereist bin, sind ein bis zwei Personen total erbrannt , obwohl sie - so behaupten sie - Sonnencreme aufgetragen haben. Also die paar Europäer, die in Bermudas den Fuji besteigen, werden es sicher bereuen. Ich gehe bis zum ersten Anstieg. Die Serpentinen schlingen sich in einer gut berechneten Steigung hoch.














Der Untergrund ist pure schwarzrote Lavaasche, also staubig. Wie immer sind die Japaner gut organiseert. Aufstieg und Abstieg sind im Einbahnsystem, selbst der Weg rund des Kraters ist nur in einer Richtung begehbar. Wohl auch besser so in Anbetracht der Anzahl von Wanderern. Dicht an dicht geht es nach oben. Die Park Ranger lassen immer eine Gruppe nach der anderen im 5-Minutenabstand losgehen. Wehe also dem, der in seiner Gruppe zurückhängt. Und heute werden sie nicht einmal mit einer guten Sicht belohnt. Als wir mit dem Bus abreisen, verhüllt dichtester Nebel den Berg. Darum also auch die Empfehlung, nur mit einer Kopflampe ausgestattet die Wanderung zu beginnen.
Die vielen Nichtwanderer beglücken sich in den vielen Souvenirshops mit kleinen Fujimodellen und glücksbringenden kleinen Glöckchen etc. Die Japaner sind die geborenen Souvenirkäufers. Es gehört zur guten Sitte, den Daheimgebliebenen kleine Geschenke mitzubringen, alles Schreckliche ist erluabt. Viele springen nur aus dem Bus und gehen direkt rein in den Laden, den sie erst bei Busabfahrt dann verlassen, beladen mit Plastiktüten. Man begreift nun die Mentalität der japanischen Touristen in Europa.

Es geht weiter nach Hakone, das an einem See liegt, der in einem alten Kaldera entstanden ist, dem Lake Asji.
Hakone ist auch berühmt für seine Onsen, das sind die Thermalquellen, die in Japan überall heraussprudeln, wenn man nur ein wenig bohrt.
Nach einer schrecklichen Bootsfahrt Disneylandstyle und nur in einer Nebelwand (aber für die Japaner ist PRogrammm Programm, egal wie) werden wir zum Hotel gebracht, wo ich dann mein erstes Onsen Erlebnis habe. Das Hotel hat eigene Onsen in seinem Zengarten, die die Gäste benutzen können. Wenn man nun glaubt, man hüpft da fröhlich hinunter und springt mal so rein, dann täuscht man sich gewaltig. Alles unterliegt hier einem strengen Ritual.
Im Zimmer liegt ein Kimono aus. Diesen muss man anziehen mit den dazugehörenden Latschen (die laut kleinem Plakat sterilisiert sind, also ich bekomme keinen Fusspilz).
Dann fährt man mit dem Lift direkt hinunter in den Badebereich, wo einem bedeutet wird, dass man von hier aus nur noch barfuss laufen darf. Ausserdem bekommt man ein klitzekleines Handtuch,, dieses wird das einzige Objekt sein, das man später mitnehmen darf.
Nun ist man in einem Raum, der gut ausgestattet ist mit Einweghaarbürsten, Bodylotion, Hautcremes aller Art, Spiegel, Haarföhns etc. Hier sind die am Werk, die das Bad schon hinter sich haben. Für mich geht es nun darum, den Kimono und das grosse Handtuch, das ich aus dem Zimmer mitnehmen musste, in ein Schliessfach zu legen und dann mit meinem kleinen Tüchlein weiter in einen Waschraum zu gehen. Dort sind kleine, durch eine niedrige Mauer abgetrennte Waschzellen mit kleine Plastikhockern, einer niedrig angebrachten Dusche, einem Eimer, Desinfektionsmittel, Seife, Shampoo, Haarconditioner, Duschgel.
Man muss nun erst den kleinen Plastikstuhl desinfizieren und dann sitzt man darauf, man ist nun von evtl Blicken rechs und links geschützt und muss sich von oben bis unten abschrubben und waschen.. Dann wird die Seife gut abgespült und man kann nun in die Onsen eintauchen, wo schon einige Japanerinnen sitzen, die einen aufmerksam betrachten. Das kleine Tüchlein lege ich wie die Japanerinnen gefaltet auf das Haupt, denn es darf aus hygienischen Gründen nicht in das Wasser kommen.
Man kann nun die Onsen im Innenbereich und im Aussenbereich benutzen. Sie haben rund 41° Temperatur und riechen ganz leicht nach Schwefel. Das Wasser ist sehr weich.
Im Aussenbereich sind die Onsen von einem Zengarten umgeben. Ich kann jedem nur die Anlage eines solchen Gartentyps empfehlen. Man geht nur ab und an mit einer Harke durch die Steinchen , kein Rasenschneiden. Die einzelnen Pflanzen darin muss man pflegen und ein wenig bonsaimässig zuschneiden - fertig ist die Gartenanlage. Man kann sich reinsetzen und meditieren.
Ich bleibe lange im Onsen sitzen. Es ist sehr entspannend.
Natürlich bin auch ich neugierig und schaue mir die Frauen an. Also ich kann nur sagen, unter den Kleidern sind die angeblich zierlichen Figuren der Japanerinnen trügerisch schön. In Natur bin ich doch ein bisschen enttäuscht. Meine Theorie der kurzen Beine in Proportion zum Oberkörper halte ich aufrecht. Steife Silikonbrüste leider schon verbreitet, denn im algemenen sind die Frauen hier relativ flach, nur ganz wenige haben ein bisschen Balkon von Natur aus. Orangenhaut jedoch findet man nicht, die zeigen nur die europäischen Frauen, die gerade hinzugekommen sind. Es muss wohl auch am Futter liegen, denn selbst korpulentere japanische Frauen haben keine Zellulitis.
Diese Betrachtungen sollen nicht boshaft sein, sie entspringen ganz einfach einer gewissen Neugierde.
Ich werde keine Onsenphotos bringen.
Dann noch ganz kurz zu den Schwierigkeiten bei Bodylotion etc. Alles nur auf japanisch geschrieben. Es gab also in der Umkleidekabine jede Menge Hihi der Frauen, die mir dann im einzelnen mit Gestik vermittelten, für was die einzelen Cremen und Lotionen gut sind. Fasziniert sahen sie zu, wie mein Haar eben nicht so glatt wie ihres wird beim Föhnen, die Neugierde ist immer beiderseits.
Nun noch schick machen und ab in die Bar, wo eine Pianistin spielt. Alles sehr traditionell, aber immerhin ein wenig Unterhaltung.

Thursday, 20 August 2009

Wirrwarr der Elektrik




Elsbeth in Japan
Kaum zu glauben, Kabelsalat beim Fischmarkt


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Sushi Bar




Elsbeth in Japan
Schlange vor einer populären Sushi Bar am Fischmarkt. Die Bar daneben hatte nur einen Kunden. Ich bin natürlich hier in der Schlange zum allgemeinen Amusement der Japaner.
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Sushi Messer




Elsbeth in Japan
Verkauf von Sushi Messern an einem Stand beim Fischmarkt. Diese Messer sind sehr teuer
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U-bahn Schlaf




Elsbeth in Japan
Der Schlaf in der U-Bahn, morgens um 10 Uhr schon die komplette Erschöpfung. Meist hängen so rund 90% der Mitfahrer rum, wenn man morgens sehr früh oder abends die Bahn nimmt.
Heute sogar einen gesehen, der auf dem Bahnsteig im Stehen tief schlief














Jede Menge Handschlaufen für die Rush-hour
Elsbeth in Japan
Heute endlich mal ausgeschlafen, aber darum leider ein wenig spät für die Attraktion Tokyos, den Fischmarkt Tsukiji, wo jeden morgen schon sehr früh die Fischauktion lauft und dann anschliessend der Markt für Otto Normalverbraucher offensteht. Ein unglaubliches Angebot. Der Japaner lebt vom Meer, am Meer und hat nur Fisch im Kopf, wenn er an Essen denkt. Fleisch erobert nur sehr langsam und fast ausschliesslich in Form von Rinderhack den Tisch.
Die Gegend um den Fischmarkt ist von einer überraschenden Einfachheit, wenn man sonst das andere Tokyo im Kopf hat. Allein die elektrischen Installationen erinnern hier eher an Osteurop als an eines der modernsten Länder der Welt. Es gibt um den Fischmarkt herum kleine Märkte, die eher an einen Soukh in Nordafrika erinnern in ihrem malerischen Angebot. Aber trotz allem von einer nicht zu übertreffenden Sauberkeit. Kaum hat man ein Glas vor einem Stand auch nur zufällig berührt, schon rennt jemand mit einem Tuch um es sauber zu reiben. Die müssten mal bei mir zuhause meine Fenster sehen.
Nach einer Sushi Mittagspause in einer sehr populären Sushi Bar am Fischmarkt habe ich Kulturelles auf dem Programm. Das Nationalmuseum Tokyo im Ueno Park. Geschichte und Kultur Japans sind hier in einer Art und Weise ausgestellt, wie es nur die Japaner können. Jedes Stück gut präsentiert und alles nur von ausgesuchtester und perfekter Qualität. Präzision und Qualitätsbewusstsein sind tief in der japanischen Mentalität verwurzelt. Dies begreift man nirgends besser als hier als Tourist in Tokyo. Selbst der Barmann, der den Kaffee oder Tee an der Bar serviert macht dies mit einer Perfektion, die Tasse muss genau ausgerichtet sein, alles bis auf i-Tüpfelchen genau, der Schaum auf dem Cappucchino, das Design mit dem Kakao auf dem Milchschaum etc.
Heute folgendes Erlebnis: Mir fiel im Museum ein altes Ubahn ticket heraus, ohne dass ich es merkte, gleich sprangen zwei herbei und hoben es auf und fragten, ob sie es in den Müll werfen könnten. Dies machte mich sehr verlegen, denn die dachten natürlich "diese schlampigen Europäer". Wie überhaupt nirgends Schmutz zu sehen ist oder etwa ein kleiner Fetzen Papier auf der Strasse. Man tut dies einfach nicht und man akzeptiert es auch nicht. Man sieht hier hin und wieder Leute mit Gesichtsmasken, die wie Operationsärzte durch die Gegend eilen. Dies sind nicht etwa Hypochonder, die Angst vor Bakterien haben. Nein, es sind Leute, die eine kleine Erkältung haben und wenn man dies hat dann setzt man sich mit Rücksicht auf die anderen diese Maske auf, um niemanden anzustecken. Keine schlechte Idee, hilft sicherlich vor allem in der U-Bahn gegen Ansteckungsgefahr.
Ich möchte auch nicht nochmals auf das Kapitel Toiletten zurückkommen, aber ich kenne kein Land, wirklich kein Land, wo die öffentlichen Toiletten so sauber sind, dass man meint, man sei zuhause. Nie fehlt Klopapier, nie ein Schmutz, immer picobello. Immer Seife etc, wir können viel lernen in dieser Beziehung. Was müssen die einen Horror haben vor dem, was bei uns so an öffentlichen Einrichtungen ist.
So, nun heisst es Koffer packen, morgen früh geht es zu Fuji und nach Hakone, wo ich dann eine Nacht in einem anderen Hotel verbringe. Hoffentlich ebenfalls mit einfachem Internetanschluss.

Wednesday, 19 August 2009

Elsbeth in Japan
Heute ein Ausflug nach Nikko, das als World Heritage
eingestuft wurde und dies nicht umsonst. Ich werde
hier aber keinen Reiseführer kopieren, ich lasse vor
allem die Bilder für sich sprechen. Nur ganz kurz
einige Anmerkungen.
Die Japaner sind bei religiösen Sachen wirklich sehr praktisch eingestellt. Von allem holt man sich, was passt. Shinto für die angenehmen Dinge im Leben,
Buddhismus für Tod und Krankheit (wenn man
plötzlich hofft auf ein Leben nach dem Tod oder eine
Wiedergeburt) und die christliche Kirche für so Dinge
wie Weihnachte, das die Japaner mit Leidenschaft
feiern.
In Nikko haben sie dann von Anfang an gleich Shintoismus
und Buddhismus in einer Tempelanlage untergebracht.
Shintoismus hat Schreine, der Buddhismus hat Tempel. und hier in Nikko ist alles einträchtig beieinander. Wie pragmatisch die Mönche sind
zeigt die Tatsache, dass sie jedes Jahr von
Brauereien oder Whisky distillerien (oder beiden)
Fässer gestiftet bekommen, wenn sie diese
dafür dann leer im Tempelbereich stehen lassen
mit den Firmenmarken gut sichtbar. So sieht man
denn also in jedem Tempel solche Fässer und als
Europäer ist man dann eben ein wenig verwundert.
Die Lage am 2484 m hohen Vulkan Nantai-San hat sicher
auch für solch ein religiöses Zentrum gesprochen.
Ausgangspunkt für den prunkvollen Ausbau der Anlage
war der Bau eines Mausoleums für den ersten Shogun
Tokugawa im 17. Jahrhundert. Sein Enkel steckte ein
Vermögen in die Verehrung seines Grossvaters. Alle
seine Samurai mussten einen Beitrag leisten. Einer
davon war ein armer Kerl und der hatte eigentlich die
originellste Idee, er versprach 3000 Japanzederbäume
zu pflanzen, denn er rechnete sich aus, dass ihn das
Grundmaterial dafür eigentlich nichts kostete. Er liess
dann seine Bauern einen riesigen Zedernwald anpflanzen,
der heute noch mit altehrwürdigen Bäumen steht und
die Landschaft prägt.
Ansonsten überschlägt sich die Anlage an Meisterwerken
der Baukunst.
Eines sei noch erwähnt: Das Affenbild mit nichts sagen,
nichts sehne, nichts hören, das wir so gerne politisch sehen,
ist traditionell im Shintoismus verwurzelt und bedeutete
eigentlich, dass die Kinder kein böses Wort in den Mund
nehmen sollen, kein böses Wort hören sollen und nichts
Böses sehen sollen. Pure Kindererziehung also und die
macht eigentlich Sinn.


Im Anschluss an den Tempelbesuch noch ein Fahrt zu einem
grossen Kratersee in der Nähe und dem Wasserfall, der aus diesem See
über harte Basaltsäulen sich in die weichere Gesteinsmassen
gegraben hat. Fast 100m hoch, ein beeindruckendes Schauspiel.
Leider hat das Wetter nicht so mitgemacht. Das Gebirge
um den See herum lag in dichten Wolken.

Rückfahrt nach Tokyo, wo wir bei Dunkelheit ankamen im
Shinjuku Zentrum, einem völlig neuen Wolkenkratzer Zentrum
von Tokyo. Die Skyline ist vielleicht nicht so hoch wie in New
York wegen der Erbebengefahr, aber was hier in den letzten
10-20 Jahren gebaut wurde ist wohl das feinste vom feinsten
an moderner Architektur. Ich bin ja kein Fan von solchen
Hochhäusern, aber dieses weite Zentrum ist von einer ästhetischen
Schönheit, die einem die Sprache verschlägt, kaum eine Bausünde,
alles gut durchdacht und durchgeorganisiert. Mit Strassen und Plätzen für
Fussgänger und Fahrräder (ja auch die gibt es in zunehmenden Masse
in Tokyo, die dürfen - noch - auf den Gehwegen fahren im allemeinen
Verkehrsfluss mit den Fussgängern und tun dies mit der
japanischen Rücksicht auf andere, die so vorbildlich ist und
das Zusammenleben hier so angenehm macht.
Bei Nacht ist die Shinjuku Gegend besonders schön, denn die
Lichter in den Gebäuden bringen die schöne Architektur
erst so richtig zum Vorschein. Und man kann sich hier mit der
grössten Sicherheit auch bei Nacht bewegen. Es sind noch viele
Menschen unterwegs, zu 90% Männer, die noch pflichtgemäss in
betrieblich georganisierten Gruppen in Bars aufgereiht sind.
Sie sagte unsere Reiseleiterin: Mein Mann kommt immer nur gegen 1 Uhr
nach Hause und beim Abendessen am Sonntagabend sagen die
Kinder zu ihrem Papa, also dann Tschüss bis Samstag.
Dann noch geschind ein Konzert in der Tokyo City Opera,
ebenfalls in einem futuristischen Gebäude. Ein modernes Requiem
von einem Deutschen geschrieben (Franz Jochen Herfert).
Die Musik war gewöhnungsbedürftig, aber die Japaner waren
hingerissen. Es gab viel Applaus und der Komponist war
höchstpersönlich da und bekam Blumen überreicht.
Der Konzertsaal einmalig schön von einer traumhaften Akustik,
hier wurde finanziell an nichts gespart, Kultur ist den Japanern
traditionell wichtig.

Tuesday, 18 August 2009


Der Eingang zum Tsurugaoka Hachimangu Schrein



Elsbeth in Japan
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Hier wieder die Gelegenheit mit dem Rauch der Stäbchen sich Intelligenz in Richtung Kopf und Geld in Richtung Hosentasche zu fächeln.
Ich fächle und fächle!



Elsbeth in Japan
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Die grösste Holzglocke von Japan



Elsbeth in Japan
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Lotusteich bei der Buddhastatue von Kamakura. Die Lotuspflanze hat ihre Wurzeln im Sumpf, es gelingt ihr jedoch sich aus diesem Sumpf aufzurichten und die schönsten Blüten zu haben. So wie der Lotus ist auch der Mensch fähig, sich aus den Niederungen, dem Morast des Alltags zu erheben und grosse Dinge zu tun - so wenigstens sieht der Buddhismus das.



Elsbeth in Japan
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Mönche auf dem Weg zur Meditation



Elsbeth in Japan
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Zengarten im Buddhistenkloster von Kamakura



Elsbeth in Japan
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Elsbeth in Japan
Also heute, Dienstag, den 19.8. verlief der Morgen weniger hektisch. Ich war pünktlich zur Stelle, wenn auch noch sehr müde durch die Zeitverschiebung. Ich schlafe morgens am besten, weil es dann bei uns so rund Mitternacht ist.
Ziel heute Kamakura. Die Gruppe: die Reiseleiterin, ein Amerikaner namens Scot und ich.
Wir fahren mit dem Vorortzug nach dem Ort Kamakura, das im 12. und 13. Jahrhundert ein wichtiger Regierungssitz einer mächtigen Shogun Familie (die Familie Minamoto) war. Wir erleben noch die Atmosphäre des Pendlerzuges, der wie eine Sardinenbüchse durch Tokyo fährt. Da es rund 9 Uhr war, ging es schon wieder besser, aber wir fühlten uns trotzdem eingeengt. Erst nach ein paar Stationen ging es besser. In der wirklichen rush hour betreten die Profipendler die Ubahn nur noch rückwärts, da es sich nur darum dreht sich auch noch in den Waggon reinzudrücken, und das tut man besser rückwärts. Wieder die Uniformen weisses Hemd, schwarzer Anzug und die Office Ladies - oder wie man sie hier nennt die "OLs" schick angezogen mit hohen Absätzen, die unter den Japanerinnen, die zur Arbeit gehen, sehr beliebt sind. Vielleicht wollen sie damit die Tatsache ausgleichen, dass sie im allgemeinen eher kurze Beine haben in Proportion zu ihrem langen Oberkörper. Allerdings der schnelle Schritt zur Arbeit macht diese hohen Absätze weniger elegant. Die meisten OLs sind nur mit ihrem Handy beschäftigt, die Männer zwar auch, aber nicht im selben Masse. Der neben mir hatte Manga Komiks auf seinem Bildschirm, aber recht scharfe. Na ja, die durchschnittliche Pendeldauer für einen Arbeitnehmer in Tokyo beträgt 70 Minuten, da muss man sich halt auch amüsieren.
Als wir dann aus dem Zentrum von Tokyo herauskommen, ergattern wir sogar einen Sitzplatz, denn die Reise dauert ca 1 Stunde.
Kamakura verfügt über eine Reihe von interessanten historischen Stätten und liegt am Meer mit einem schönen langen Strand.
Unter dem Shogunat (12./13. Jahrhundert) gewinnt der Zen-Buddhismus grossen Einfluss in Kamakura und es wurde die mit 13,3 m zweitgrösste Buddha-Statue Japans aufgestellt, eine Bronzestatue des Amida Buddhas. Ursprünglich war die State durch einen Tempelbau geschützt, doch dieser wurde im 15. Jahrhundert durch eine Tsunami zerstört und dies, obwohl dieser Bau auf einer beträchtlichen Anhöhe war. Die Buddha Statue blieb aufgrund ihres ausserordentlichen Gewichtes stehen.





Unweit der Statue steht der Hase Tempel aus dem 13. Jahrhundert mit der grössten Holzskulptur eines Buddhas in Japan, die man jedoch nicht photographieren darf. Ausserdem ist hier ein Zahn Buddhas in einem Quarzschrein aufbewahrt.
Der Hase Tempel ist ein beliebtes Ziel für Familien, vor allem wenn ein Kind krank ist oder starb, werden hier Votive hinterlassen. Man kann auch um Kindersegen bitten, hier wird Hilfe geboten.



Wer in diesem Tempel ist, verpasst es auch nicht, die gesammelte Bibliothek, die in einem kunstvoll geschnitzten Gehäuse aufbewahrt wird, zu drehen, das ersetzt sehr viele Gebete, vergleichbar mit Gebetsmühlen.


Monday, 17 August 2009

Shopping in Ginza

Elsbeth in Japan
Japan - eine Nation mit Shopping als Leidenschaft.
Ein grosses Warenhaus in Japan ist nicht nur mals so was, wo man hingeht. Vor jedem Eingang stehen schon mal mehrer Hostessen, die freundlich sich verbeugen, lächeln, ihre Hilfe anbieten, einen aufmerksam machen auf spezielle Angebote. Wenn man dann mal mit freundlichem Nicken vorbeigeht und mit den Schultern gezuckt hat, da man nichts versteht, dann beginnt ein Spiessrutenlauf. Jede Abteilung hat mehrere Verkäuferinnen, die freundlich jeden, der verbeigeht, begrüssen. Höflichkeit ist von enormer Bedeutung hier. Aber natürlich für den Kunden auch ermüdend, wenn man immer freundlich zurückgrüssen muss. Die Auswahl ist gross, alle grossen Firmen sind vertreten und die Japaner lieben europäische Labels.
Aber das Nonplusultra ist in Japan die Lebensmittelabteilung der Warenhäuser. Vergesst Lenotre oder Fauchon in Paris, Harrods oder Fortnum and Mason in London, sie sind eine läppische Grösse im Vergleich zu was man hier sieht (und nicht nur einmal). Die Japaner haben das feinste vom feinsten im Angebot und noch viel mehr. Eine Auswahl, die einen umwirft. Sei es die vorgekochten Leckerbissen, sei es das Gebäck, sei es die Confiserien. Viele Dinge, die ich noch nie gesehen habe. Freundlich wurde mir dann und wann ein kleines "Versucherle" gereicht. Die Obst- und Gemüseabteilung gleicht einem Kunstwerk, nur Topqualität und die toll präsentiert. Es muss den Japanern grauen vor dem, was bei uns als Topware angeboten wird. Natürlich sind auch die Preise olala.
In einer der Lebensmittelabteilung war neben den Fischen eine winzigkleine Sushibar mit 6 Stühlen, wovon gerade einer frei wurde. Hierin zwängte ich mich, ich landete neben 2 älteren (85+) Damen. Vor mir die Riesenmesser der 2 Sushichef, die immer direkt hinter der Glaswand vor mir niedergingen auf die armen Fische. Als sie mich sahen ging ein grosses Hihi los. Ich passte kaum in diese winzigkleine Umgebung. Eine Bedienung kam mit einem kleinen Plakat und deutete auf einen englischen Text: excuse us but you will have 5 minutes waiting time. Ok für mich, deutete ich an und bestellte meine Sushis nach einem Bilderbogen vor mir. Und ich bekam innerhalb von Minuten auch genau das vorbereitet vor meinen Augen. Bildschöne, muss ich sagen und hab vor lauter Hunger kein Photo gemacht - zu blöd. Dann der erste Faux-pas, ich habe die Ess Stäbchen verkehrt rum in der Hand. Hihihih, die Damen tuschelten. Nun, ich gucke hinüber, lerne schnell, Stäbchen andersrum und los. Verliere fast nichts, mache keine Flecken und es schmeckt köstlich. Ich schlürfe den grünen Tee, der dazu gereicht wurde, so wie es sich gehört und dann werde ich mutig, ich frage o-kanjoo onegai shimasu, d.h. die Rechnung bitte. Die beiden Damen erstarren, sie denken nun, dass ich alles, was sie sich über mich zuflüsterten, verstanden habe. Die zwei Sushi Chefs machen hihihi und deuten dorthin, wo ich bezahlen muss. Mit einem fröhlichen sayoonara verabschiede ich mich. Sie sind alle perplex.
Und dann gehe ich dahin, wohin sicher der liebe Rainer mit mir gegangen wäre - zum Sony Center, um einen Blick in die technische Zukunft, die uns erwartet, zu werfen. Und ich muss sagen, es war die Wucht, u.a. 3DTV, man musste mir dann sagen, dass der Ladenschluss ansteht. Sonst wäre ich vielleicht jetzt noch dort.


Besuch in einem Kabuki-Cho Theater

Elsbeth in Japan

Nach meiner Shopping Tour in Ginza beschloss ich noch spontan, in das alte Kabuki-Cho Theater zu gehen, das in derselben Strasse liegt wie die grossen Kaufhäuser. Dieses alte Gebäude hat den Immobilienrausch (ein m² hier soll angeblich 300.000$ kosten) überlebt. Kabuki-Cho ist eine alte Tradition und sehr beliebt. Alle Rollen werden von Männern gespielt. Die Stücke sind traditionelle Komödienstücke, die einfach nur unterhalten sollen. Ich bekam nur noch einen Stehplatz ganz oben, alles war ausverkauft. Der Besuch dieses Theaters kann das Image, das wir von den Japanern haben, total umkrempeln. Ich habe noch nie sowas erlebt. Das Publikum war begeistert, wie Italiener. Das Stück handelte vom Verteidigen der Jungfräulichkeit, die Ehefrau, die ihre Ehre verteidigen muss, tapferen Samurais und tolpatischigen Dienern etc, Sex and Crime, alles was so ins Cliché passt. Und die Menschen schrieen oft wie im Kasperletheater, wo die Kinder schreien, Kaspar, pass auf, der Verbrecher steht hinter dir.
Eine Burleske und natürlich die Männer in Frauenrollen mit Geishakostümen und weiss geschminkt. Immer wieder Applaus auf offener Szene. Einige Schauspieler, die neu hinzu kamen, wurden mit Gegröhle begrüsst. Also so gar nicht zurückhaltend, wie wir die Japaner sonst kennen. Man sah viele Männer noch in ihren Büroanzügen, weisses Hemd, schwarze Hose ist hier so die Uniform des Salarismannes.
Ihr seht, mein Abend war ausgefüllt und nach einem schlechten Start heute morgen, muss ich jetzt eine Mütze Schlaf nehmen, denn sonst hocke ich rum wie die Japaner, die stehend und sitzend in der U-Bahn in den Schlaf fallen. Die U-bahn ist sozusagen das verlängerte Schlafzimmer der japanischen Angestellten. Die Japaner sind eine Nation mit chronischem Schlafmangel. Laut unserer Reiseleiterin kommt ihr Mann erst nach Mitternacht nach Hause und ihr Abendessen findet um 1 Uhr nachts statt. Er beginnt seine Arbeit um 9.30. Mittlere Pendlerstrecke einfach in Tokyo 70 Minuten!!! Und das ist völlig normal.

Tokyo by night




Elsbeth in Japan
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21 Uhr und noch immer 26°




Elsbeth in Japan
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Elsbeth in Japan
Ich kann es einfach nicht lassen mit den Klos. Dieses hier ist eine öffentliche Toilette. Sobald diese spürt, dass du in der Nähe bist, beginnt Vogelgezwitscher. Die Knöpfe haben wieder die Funktionen, die ich schon beschrieben habe.
Hatte heute auch eine Toilette mit dem Geplätscher eines Brunnens in eine Zen Garten. Einfach toll, ich gehe so oft wie nie!!!
Elsbeth in Japan
Ich kann es mit den genialen Erfindungen der Japaner nicht lassen.
Erster Preis, an den, der errät zu was diese Gerät hier dient. Kleine Hilfe, ist für eine aussterbende Spezies gedacht.

ein Tag der schlecht begann

Elsbeth in Japan
Zuerst muss ich mich noch entschuldigen, dass Ihr anscheinend massenweise emails gekriegt habt mit Hinweis auf meinen Blog. Ich mach dies nun besser, soll nicht mehr passieren - hoffe ich.

Heute hat der Tag sehr schlecht begonnen. Auf meiner Liste stand "freier Tag" und daher dachte ich, dass ich lange schlafen könnte, zumal ich noch nachts um 2 Uhr putzmunter war wegen der Zeitverschiebung. Dann - mitten in meinem Tiefschlaf - klingelt das Telephon, es sei 7.52 und ob ich nicht wisse, dass um 7.55 Abfahrt mit dem Bus sei. Ich aus dem Bett und innerhalb von 3 Minuten in die Klamotten, den Rucksack und weg. Nicht gewaschen, nicht gekämmt, Sonnencreme dann erst im Bus aufgetragen mit der Folge, dass auf meiner Hose ein riesengrosser Fettfleck prangte.
Der Organisation ist leider ein Fehler bei der Programmausgabe passiert, alles habe sich verschoben. Nun gut, ich habe dann ohne Frühstück den morgen gut rumgebracht, aber fragt mich nicht.
Es war das übliche Touristenprogramm, Tokyo Tower mit eindrucksvollem Rundblick auf die Skyline der Stadt. Auch wenn die Wolkenkratzer wegen der Erdbebengefahr nicht so hoch wie in New York sein dürfen, ist dies wirklich beeindruckend, denn sie ziehen sich endlos dahin mit dazwischen drin kleine Häuschen. Es ist alles ziemlich unorganisch gebaut, wie wenn man in Eile war.





































Dann nochmals zum kaiserlichen Park


Pinienbäume vor dem kaiserlichen Palast. Es soll 2000 davon geben und 100 Gärtner sollen sie pflegen. Die sehen aus, als ob die Gärtner sie wie Bonsais pflegen, noch nie solche Pinien gesehen. Sie sollen sehr alt sein.






Eines der älteren Gebäude im Palastbezirk. Die Waffenkammer des Shoguns. Die Palastmauer ist ohne Zement aufgebaut, damit sie und auch die Gebäude, die darauf stehen, bei Erdbeben nicht zu Schaden kommen. Raffinierte Methode






Und dann nach Ueno, dem kulturellen und historischen Zentrum von Tokyo und Asakusa mit dem wichtigen Sensoji Tempel, dem ältesten Tempelareal Tokyos.
Hier sind vor allem die Japaner die Touristen. Von nah und fern kommen sie zu diesem Tempel um sich vor einer sehr kleinen, goldenen Buddahstatue zu verneigen, die angeblich einmal ein Fischer im Fluss gefunden hat und der Grund für den Bau dieses Tempels ist. Ein grosser Kessel mit Räucherstäbchen ist der grosse Anziehungspunkt. Die Leute wehen sich den Rauch zu ihrem Kopf hin und zu ihren Taschen. Dies soll Intelligenz bringen und Geld. Sehr wichtig, denn im Anschluss an das innere Tempelgebiet ist ein grosser Bereich mit kleinen Geschäften, die alles mögliche verkaufen. Die Japaner sind ganz verrückte Souvenirjäger und kaufen Dinge, die einen nur noch verwundern.
Eine andere Eigenart ist die Liebe zur Wahrsage. Im Tempel sind kleine Kästen mit 100 Schubladen aufgestellt. Auf einem Tisch befinder sich ein Gefäss mit 100 Mikadostäbchen, auf denen eine Nummer in japanischer Schrift steht. Man schüttelt dieses Gefäss und zieht dann ein Stäbchen. Die Nummer auf dem Stäbchen muss man dann auf den Schubladen suchen (denn als Nichtjapaner kann man ja nur die Schriftzeichen vergleichen, um seine Nummer zu finden). Man zieht die Schublade und holt dann ein bedrucktes Papier raus, das auf der Rückseite eine Wirklich eine Methode um Geld zu drucken.
Hier meine Vorhersage:
Regular Fortun - also ganz stinknormales Glück habe ich.
Ich sei dabei, alles unter Kontrolle zu bringen und meine eigene Identität und Würde aufzubauen. Ich sei ein starker Krieger, der das Zeug zum Präsidenten hätte, also aufgepasst Deutschland. Vielleicht werde ich auch nur Präsident des Kleintierzüchtervereins. Der Weg vor mir sei grünes Gras und Orchideen. Ich würde auch Dinge, die ich verloren hätte, wieder finden. Mit meiner Ehe würde alles gut stehen. Da kann ich nur Haha sagen.
Ein praktischer Aspekt der Japaner im Bezug auf Religion kommt darin zum Ausdruck, dass bei einer schlechten Glückskonstellation oder gar bei Vorhersage von Unglück der Japaner dann ganz einfach den Zettel um einen Draht wickelt an einem Gestell im Tempel, so bleibt das Unglück im Tempel und er kann ohne Sorgen gehen (natürlich nicht ohne vorher noch eine kleine Opfergabe in Form von Münzen zu hinterlassen, damit ihn die Sorgen nicht doch noch verfolgen)

Wie man sieht, gibt es recht viele schlechte Vorhersagen.
Man kann aber auch seine Wünsche auf ein Holztäfelchen schreiben, das man für umgerechnet zirka 4€ am Kiosk der Mönche kauft.


Vom Tempel dann in die schickste Gegend von Tokyo, Ginza. Hier liegen die schicksten Geschäfte von Tokyo, jeder Modedesigner mit Namen ist hier vertreten, sozusagen die Champs Elysées, nur grösser und schicker. Wir dürfen bei Mikamoto eine Demonstration sehen, wie Zuchtperlen gemacht werden. Zu Beginn der Vorstellung werden Lose ausgeteilt. Der Gewinner bekommt die Perle, die aus der lebendigen Auster dann herausgeschnitten wird, egal wie gross sie ist. Da mir so viel versprochen wurde, war ich sicher, ich sei der Gewinner - doch nein, kein grünes Gras und Orchideen. Wenn das mit den anderen Dingen sich genauso verhält, naja...