Elsbeth in Japan
Ich kann es mit den genialen Erfindungen der Japaner nicht lassen.
Erster Preis, an den, der errät zu was diese Gerät hier dient. Kleine Hilfe, ist für eine aussterbende Spezies gedacht.
Monday, 17 August 2009
ein Tag der schlecht begann
Elsbeth in Japan
Zuerst muss ich mich noch entschuldigen, dass Ihr anscheinend massenweise emails gekriegt habt mit Hinweis auf meinen Blog. Ich mach dies nun besser, soll nicht mehr passieren - hoffe ich.
Heute hat der Tag sehr schlecht begonnen. Auf meiner Liste stand "freier Tag" und daher dachte ich, dass ich lange schlafen könnte, zumal ich noch nachts um 2 Uhr putzmunter war wegen der Zeitverschiebung. Dann - mitten in meinem Tiefschlaf - klingelt das Telephon, es sei 7.52 und ob ich nicht wisse, dass um 7.55 Abfahrt mit dem Bus sei. Ich aus dem Bett und innerhalb von 3 Minuten in die Klamotten, den Rucksack und weg. Nicht gewaschen, nicht gekämmt, Sonnencreme dann erst im Bus aufgetragen mit der Folge, dass auf meiner Hose ein riesengrosser Fettfleck prangte.
Der Organisation ist leider ein Fehler bei der Programmausgabe passiert, alles habe sich verschoben. Nun gut, ich habe dann ohne Frühstück den morgen gut rumgebracht, aber fragt mich nicht.
Es war das übliche Touristenprogramm, Tokyo Tower mit eindrucksvollem Rundblick auf die Skyline der Stadt. Auch wenn die Wolkenkratzer wegen der Erdbebengefahr nicht so hoch wie in New York sein dürfen, ist dies wirklich beeindruckend, denn sie ziehen sich endlos dahin mit dazwischen drin kleine Häuschen. Es ist alles ziemlich unorganisch gebaut, wie wenn man in Eile war.


Dann nochmals zum kaiserlichen Park

Pinienbäume vor dem kaiserlichen Palast. Es soll 2000 davon geben und 100 Gärtner sollen sie pflegen. Die sehen aus, als ob die Gärtner sie wie Bonsais pflegen, noch nie solche Pinien gesehen. Sie sollen sehr alt sein.
Eines der älteren Gebäude im Palastbezirk. Die Waffenkammer des Shoguns. Die Palastmauer ist ohne Zement aufgebaut, damit sie und auch die Gebäude, die darauf stehen, bei Erdbeben nicht zu Schaden kommen. Raffinierte Methode
Und dann nach Ueno, dem kulturellen und historischen Zentrum von Tokyo und Asakusa mit dem wichtigen Sensoji Tempel, dem ältesten Tempelareal Tokyos.
Hier sind vor allem die Japaner die Touristen. Von nah und fern kommen sie zu diesem Tempel um sich vor einer sehr kleinen, goldenen Buddahstatue zu verneigen, die angeblich einmal ein Fischer im Fluss gefunden hat und der Grund für den Bau dieses Tempels ist. Ein grosser Kessel mit Räucherstäbchen ist der grosse Anziehungspunkt. Die Leute wehen sich den Rauch zu ihrem Kopf hin und zu ihren Taschen. Dies soll Intelligenz bringen und Geld. Sehr wichtig, denn im Anschluss an das innere Tempelgebiet ist ein grosser Bereich mit kleinen Geschäften, die alles mögliche verkaufen. Die Japaner sind ganz verrückte Souvenirjäger und kaufen Dinge, die einen nur noch verwundern.
Eine andere Eigenart ist die Liebe zur Wahrsage. Im Tempel sind kleine Kästen mit 100 Schubladen aufgestellt. Auf einem Tisch befinder sich ein Gefäss mit 100 Mikadostäbchen, auf denen eine Nummer in japanischer Schrift steht. Man schüttelt dieses Gefäss und zieht dann ein Stäbchen. Die Nummer auf dem Stäbchen muss man dann auf den Schubladen suchen (denn als Nichtjapaner kann man ja nur die Schriftzeichen vergleichen, um seine Nummer zu finden). Man zieht die Schublade und holt dann ein bedrucktes Papier raus, das auf der Rückseite eine Wirklich eine Methode um Geld zu drucken.
Hier meine Vorhersage:
Regular Fortun - also ganz stinknormales Glück habe ich.
Ich sei dabei, alles unter Kontrolle zu bringen und meine eigene Identität und Würde aufzubauen. Ich sei ein starker Krieger, der das Zeug zum Präsidenten hätte, also aufgepasst Deutschland. Vielleicht werde ich auch nur Präsident des Kleintierzüchtervereins. Der Weg vor mir sei grünes Gras und Orchideen. Ich würde auch Dinge, die ich verloren hätte, wieder finden. Mit meiner Ehe würde alles gut stehen. Da kann ich nur Haha sagen.
Ein praktischer Aspekt der Japaner im Bezug auf Religion kommt darin zum Ausdruck, dass bei einer schlechten Glückskonstellation oder gar bei Vorhersage von Unglück der Japaner dann ganz einfach den Zettel um einen Draht wickelt an einem Gestell im Tempel, so bleibt das Unglück im Tempel und er kann ohne Sorgen gehen (natürlich nicht ohne vorher noch eine kleine Opfergabe in Form von Münzen zu hinterlassen, damit ihn die Sorgen nicht doch noch verfolgen)

Wie man sieht, gibt es recht viele schlechte Vorhersagen.
Man kann aber auch seine Wünsche auf ein Holztäfelchen schreiben, das man für umgerechnet zirka 4€ am Kiosk der Mönche kauft.

Vom Tempel dann in die schickste Gegend von Tokyo, Ginza. Hier liegen die schicksten Geschäfte von Tokyo, jeder Modedesigner mit Namen ist hier vertreten, sozusagen die Champs Elysées, nur grösser und schicker. Wir dürfen bei Mikamoto eine Demonstration sehen, wie Zuchtperlen gemacht werden. Zu Beginn der Vorstellung werden Lose ausgeteilt. Der Gewinner bekommt die Perle, die aus der lebendigen Auster dann herausgeschnitten wird, egal wie gross sie ist. Da mir so viel versprochen wurde, war ich sicher, ich sei der Gewinner - doch nein, kein grünes Gras und Orchideen. Wenn das mit den anderen Dingen sich genauso verhält, naja...
Zuerst muss ich mich noch entschuldigen, dass Ihr anscheinend massenweise emails gekriegt habt mit Hinweis auf meinen Blog. Ich mach dies nun besser, soll nicht mehr passieren - hoffe ich.
Heute hat der Tag sehr schlecht begonnen. Auf meiner Liste stand "freier Tag" und daher dachte ich, dass ich lange schlafen könnte, zumal ich noch nachts um 2 Uhr putzmunter war wegen der Zeitverschiebung. Dann - mitten in meinem Tiefschlaf - klingelt das Telephon, es sei 7.52 und ob ich nicht wisse, dass um 7.55 Abfahrt mit dem Bus sei. Ich aus dem Bett und innerhalb von 3 Minuten in die Klamotten, den Rucksack und weg. Nicht gewaschen, nicht gekämmt, Sonnencreme dann erst im Bus aufgetragen mit der Folge, dass auf meiner Hose ein riesengrosser Fettfleck prangte.
Der Organisation ist leider ein Fehler bei der Programmausgabe passiert, alles habe sich verschoben. Nun gut, ich habe dann ohne Frühstück den morgen gut rumgebracht, aber fragt mich nicht.
Es war das übliche Touristenprogramm, Tokyo Tower mit eindrucksvollem Rundblick auf die Skyline der Stadt. Auch wenn die Wolkenkratzer wegen der Erdbebengefahr nicht so hoch wie in New York sein dürfen, ist dies wirklich beeindruckend, denn sie ziehen sich endlos dahin mit dazwischen drin kleine Häuschen. Es ist alles ziemlich unorganisch gebaut, wie wenn man in Eile war.
Dann nochmals zum kaiserlichen Park
Pinienbäume vor dem kaiserlichen Palast. Es soll 2000 davon geben und 100 Gärtner sollen sie pflegen. Die sehen aus, als ob die Gärtner sie wie Bonsais pflegen, noch nie solche Pinien gesehen. Sie sollen sehr alt sein.
Und dann nach Ueno, dem kulturellen und historischen Zentrum von Tokyo und Asakusa mit dem wichtigen Sensoji Tempel, dem ältesten Tempelareal Tokyos.
Hier sind vor allem die Japaner die Touristen. Von nah und fern kommen sie zu diesem Tempel um sich vor einer sehr kleinen, goldenen Buddahstatue zu verneigen, die angeblich einmal ein Fischer im Fluss gefunden hat und der Grund für den Bau dieses Tempels ist. Ein grosser Kessel mit Räucherstäbchen ist der grosse Anziehungspunkt. Die Leute wehen sich den Rauch zu ihrem Kopf hin und zu ihren Taschen. Dies soll Intelligenz bringen und Geld. Sehr wichtig, denn im Anschluss an das innere Tempelgebiet ist ein grosser Bereich mit kleinen Geschäften, die alles mögliche verkaufen. Die Japaner sind ganz verrückte Souvenirjäger und kaufen Dinge, die einen nur noch verwundern.
Eine andere Eigenart ist die Liebe zur Wahrsage. Im Tempel sind kleine Kästen mit 100 Schubladen aufgestellt. Auf einem Tisch befinder sich ein Gefäss mit 100 Mikadostäbchen, auf denen eine Nummer in japanischer Schrift steht. Man schüttelt dieses Gefäss und zieht dann ein Stäbchen. Die Nummer auf dem Stäbchen muss man dann auf den Schubladen suchen (denn als Nichtjapaner kann man ja nur die Schriftzeichen vergleichen, um seine Nummer zu finden). Man zieht die Schublade und holt dann ein bedrucktes Papier raus, das auf der Rückseite eine Wirklich eine Methode um Geld zu drucken.
Hier meine Vorhersage:
Regular Fortun - also ganz stinknormales Glück habe ich.
Ich sei dabei, alles unter Kontrolle zu bringen und meine eigene Identität und Würde aufzubauen. Ich sei ein starker Krieger, der das Zeug zum Präsidenten hätte, also aufgepasst Deutschland. Vielleicht werde ich auch nur Präsident des Kleintierzüchtervereins. Der Weg vor mir sei grünes Gras und Orchideen. Ich würde auch Dinge, die ich verloren hätte, wieder finden. Mit meiner Ehe würde alles gut stehen. Da kann ich nur Haha sagen.
Ein praktischer Aspekt der Japaner im Bezug auf Religion kommt darin zum Ausdruck, dass bei einer schlechten Glückskonstellation oder gar bei Vorhersage von Unglück der Japaner dann ganz einfach den Zettel um einen Draht wickelt an einem Gestell im Tempel, so bleibt das Unglück im Tempel und er kann ohne Sorgen gehen (natürlich nicht ohne vorher noch eine kleine Opfergabe in Form von Münzen zu hinterlassen, damit ihn die Sorgen nicht doch noch verfolgen)
Wie man sieht, gibt es recht viele schlechte Vorhersagen.
Man kann aber auch seine Wünsche auf ein Holztäfelchen schreiben, das man für umgerechnet zirka 4€ am Kiosk der Mönche kauft.
Vom Tempel dann in die schickste Gegend von Tokyo, Ginza. Hier liegen die schicksten Geschäfte von Tokyo, jeder Modedesigner mit Namen ist hier vertreten, sozusagen die Champs Elysées, nur grösser und schicker. Wir dürfen bei Mikamoto eine Demonstration sehen, wie Zuchtperlen gemacht werden. Zu Beginn der Vorstellung werden Lose ausgeteilt. Der Gewinner bekommt die Perle, die aus der lebendigen Auster dann herausgeschnitten wird, egal wie gross sie ist. Da mir so viel versprochen wurde, war ich sicher, ich sei der Gewinner - doch nein, kein grünes Gras und Orchideen. Wenn das mit den anderen Dingen sich genauso verhält, naja...
Sunday, 16 August 2009
Wo sind die Einwohner von Tokyo am Sonntag
Am Sonntag sind in Tokyo die Strassen wie ausgestorben und man fragt sich wo die vielen Millionen sind. Nun, im kaiserlichen Park tummelten sich welche, aber keine Massen, trotz des schönen Wetters.
Aber das Rätsel war bald gelöst. Sie sind im Museum der Modernen Kunst das unfern des Palastes liegt. Es ist dort eine prächtige Paul Gauguin Ausstellung und dann auch noch eine sehr gute permanente Ausstellung mit zu 90% japanischen Künstlern. Die Leute standen Schlange vor den Bildern, selten ein so volles Museum erlebt. Und die Leute kaufen Kataloge wie warme Semmeln, eine wahre Freude für Patricks Verlegerherz. Es war beeindruckend. Die Gauguin Ausstellung hatte sehr viele Bilder, die nicht nur die Tahiti Mädchen zeigten, recht ungewöhnliche Gauguin Bilder (wenigstens für mich Banausen) und hervorragende Holzdrucke, die mich doch sehr überraschten.
Nach dem Museumsbesuch noch der Besuch eines Viertels, das sich auf Bücher spezialisiert hat, alte Bücher, second hand Bücher, neue Bücher - ein kleiner Buchladen am anderen und viele Bücherwürmer, die darin schmökerten. Und das bei 2000 Schriftzeichen, bewundernswert.
Meine Pläne für morgen stehen schon fest, mal sehen, ob ich mein ganzes Programm zustande bringe, vielleicht habe ich mir zuviel vorgenommen.
Aber das Rätsel war bald gelöst. Sie sind im Museum der Modernen Kunst das unfern des Palastes liegt. Es ist dort eine prächtige Paul Gauguin Ausstellung und dann auch noch eine sehr gute permanente Ausstellung mit zu 90% japanischen Künstlern. Die Leute standen Schlange vor den Bildern, selten ein so volles Museum erlebt. Und die Leute kaufen Kataloge wie warme Semmeln, eine wahre Freude für Patricks Verlegerherz. Es war beeindruckend. Die Gauguin Ausstellung hatte sehr viele Bilder, die nicht nur die Tahiti Mädchen zeigten, recht ungewöhnliche Gauguin Bilder (wenigstens für mich Banausen) und hervorragende Holzdrucke, die mich doch sehr überraschten.
Nach dem Museumsbesuch noch der Besuch eines Viertels, das sich auf Bücher spezialisiert hat, alte Bücher, second hand Bücher, neue Bücher - ein kleiner Buchladen am anderen und viele Bücherwürmer, die darin schmökerten. Und das bei 2000 Schriftzeichen, bewundernswert.
Meine Pläne für morgen stehen schon fest, mal sehen, ob ich mein ganzes Programm zustande bringe, vielleicht habe ich mir zuviel vorgenommen.
Sonntag in Tokyo
Elsbeth in Japan
Natürlich habe ich auch Tokyo besucht. Man muss in Grossstädten den Sonntag nutzen, denn da kann man sich besser zurechtfinden als während der Werktage, wo viel Verkehr ist. Ich habe das Gebiet de Kaiserpalastes besucht, das wie eine Oase mitten in Tokyo liegt (und nicht allzu fern von meinem Hotel). Es ist heute wie ein riesiger Park mit alten Bäumen, Tempelschrein,
Museum etc.
Umgeben ist das ganze von einer Mauer, die so breit sein musste, dass 6 Samurais darauf patrouillieren konnten, also wirlich breit. Um sich diese Mauer leisten zu können, hatte der Kaiser die tolle Idee, dass alle seine Lehnsherren Arbeiter und Steine zur Verfügung stellen mussten für den Bau. Der Transport dieser riesigen Steinblöcke war für die damalige Zeit ein enormer Aufwand, angeblich konnte man nur 2 Blöcke auf einem Schiff unterbringen. Der Kaiser schlug 2 Fliegen mit einer Klappe, er hatte eine Schutzmauer und er schwächte die Macht seiner Lehnsherren. Die Mauer ist noch gut erhalten, sie hat Erdbeben und Brände gut überlebt, was man von dem alten Palast nicht sagen kann. Leider war mal wieder was mit meiner Kamera und das Bild ist daher nicht genial.
Natürlich habe ich auch Tokyo besucht. Man muss in Grossstädten den Sonntag nutzen, denn da kann man sich besser zurechtfinden als während der Werktage, wo viel Verkehr ist. Ich habe das Gebiet de Kaiserpalastes besucht, das wie eine Oase mitten in Tokyo liegt (und nicht allzu fern von meinem Hotel). Es ist heute wie ein riesiger Park mit alten Bäumen, Tempelschrein,
Umgeben ist das ganze von einer Mauer, die so breit sein musste, dass 6 Samurais darauf patrouillieren konnten, also wirlich breit. Um sich diese Mauer leisten zu können, hatte der Kaiser die tolle Idee, dass alle seine Lehnsherren Arbeiter und Steine zur Verfügung stellen mussten für den Bau. Der Transport dieser riesigen Steinblöcke war für die damalige Zeit ein enormer Aufwand, angeblich konnte man nur 2 Blöcke auf einem Schiff unterbringen. Der Kaiser schlug 2 Fliegen mit einer Klappe, er hatte eine Schutzmauer und er schwächte die Macht seiner Lehnsherren. Die Mauer ist noch gut erhalten, sie hat Erdbeben und Brände gut überlebt, was man von dem alten Palast nicht sagen kann. Leider war mal wieder was mit meiner Kamera und das Bild ist daher nicht genial.
Japan, das Land der genialen Erfindungen
In Tokyo gibt es im Sommer kein Regenproblem aber ein Sonnenproblem. Daher haben viele Menschen ihre Sonnenschirme dabei. Hier im Eingangsbereich des Museums für moderne Kunst Schliessfächer für Schirme. Man nimmt dann seinen Schlüssel mit ins Museum. Genial. Eine weitere geniale Erfindung lerne ich bei meinem Einkauf eines Getränke kennen. Der ausziehbare Trinkhalm. Der Bedarf an einer Längenveränderung von Trinkhalmen, die es ermöglicht, den Halm der Trinkhöhe des Gefässes anzupassen, war sicherlich die absolute Marktlücke in Japan.
Eine weitere geniale Erfindung sind vollautomatisierte Toiletten, die fast schon eierlegende Milchkuhsäue sind. Also, man kann da Toiletten finden (auch im öffentlichen Bereich), die da so verschieden Knöpfe haben mit japanischen Schriftzeichen, so dass ein Europäer dann zu blöd ist, die Spülung zu finden. Ich habe dann im Hotel ausprobiert, zu was die verschiedenen Knöpfe sind, um beim nächsten Besuch einer öffentlichen Toilette nicht so jämmerlich zu versagen.
Also der Knopf ganz oben ist ein Knopf, der da so ein Geräusch macht, damit draussen vor die Tür die Leute nicht hören, dass es da so plätschert. Der zweite Knopf, der entscheidet über einen Wasserdruck. Der dritte ist der Grund, warum man den Wasserdruck verändern muss, der setzt eine Bidetdusche in Gang. Man kann sich aber auch entscheiden, dass da nur so ein leichter Spraystrahl kommt. Der eigentliche Spülknopf ist hinter der Abdeckbrille verborgen, da muss man dann so richtig nach hinten gucken, um den zu finden. Auf jeden Fall war ich froh, dass ich die Knopfprobe machte, ohne draufzusitzen. Der Wasserdruck war hoch eingestellt, ich hatte also Wasserspiele in meinem Klo. Einfach genial, ich bin sicher, das wird exportiert. Würde aber den Vorschlag machen, dass sie als Geräuschkulisse Beethovens 9. nehmen.
Kein Hotelzimmer ohne Bügeleisen
Dieses hier schreibe ich speziell für meine Kusine Ute. In Japan legt man grossen Wert auf gut gebügelte Kleidung. Daher in jedem Hotel eine Bügeleisen. Da die Japaner klein sind, sind auch die Bügeleisen und vor allem die Bügelbretter klein und nur zirka 30cm vom Boden weg. Hier meine erste Wäsche in Japan und meine erste Bügelei. Ein T-shirt japanisch zugebügelt, damit ich korrekt daherkomme. Ich hoffe Ute ist glücklich, dass ich nicht so verschrumpelt rumlaufe, wie die T-shirts im meinem Schrank liegen.
Wie findet man seinen Weg zu Fuss in der Stadt Tokyo
Tokyo ist eine der grössten Städte der Welt aber...
Es gibt hier keine Strassennamen. Die Häuser haben keine Nummern und die Adressen sind sehr eigenartig formuliert. Sie beziehen sich auf das Viertel, dann auf eine Blocknummer, die kein Mensch kennt, oft ist dann noch das Stockwerk dabei.
Keiner weiss, wo was ist, es sei denn, er hat sein Leben in diesem Viertel verbracht. Dies zu wissen ist zum Vorteil, ich werde euch gleich erzählen warum.
An fast jeder Ecke ist ein Plan, und jedem Block ist ein Wachmann oder Polizist zugeteilt, der für Fragen zur Verfügung steht - auf japanisch natürlich.
Ich komme nun an meiner Metrostation an und habe einen ausgedruckten Plan von meinem Hotel (vom Internet vorsorglich runtergeladen) und eine schöne kompliert aussehende Adresse. Ich sehe mehrere Mädchen, die in der Gegend leben müssen und frage sie nach dem Hotel (ein grosses 23-stöckiges Gebäude irgendwo rund 300m weiter). Sie nehmen den Plan, drehen ihn mehrere Mal um, diskutieren, wo diese Adresse wohl sein könnte und geben dann entschuldigend auf. Ich sehe mich um und sehe eine uralte Frau am Rollator daherschlurfen. Sie war hell entzückt, als sie mir helfen konnte - die Japaner sind sehr freundlich und hilfsbereit, es ist wirklich beeindruckend. Mit dem Namen des modernen Hotels konnte sie nichts mehr anfangen, aber die Adresse kannte sie und sie zeigte mir letztendlich den Weg. Uff, das war schwierig. Ich werde wohl ein gutes Orientierungsgedächtnis entwickeln müssen.
Es gibt hier keine Strassennamen. Die Häuser haben keine Nummern und die Adressen sind sehr eigenartig formuliert. Sie beziehen sich auf das Viertel, dann auf eine Blocknummer, die kein Mensch kennt, oft ist dann noch das Stockwerk dabei.
Keiner weiss, wo was ist, es sei denn, er hat sein Leben in diesem Viertel verbracht. Dies zu wissen ist zum Vorteil, ich werde euch gleich erzählen warum.
An fast jeder Ecke ist ein Plan, und jedem Block ist ein Wachmann oder Polizist zugeteilt, der für Fragen zur Verfügung steht - auf japanisch natürlich.
Ich komme nun an meiner Metrostation an und habe einen ausgedruckten Plan von meinem Hotel (vom Internet vorsorglich runtergeladen) und eine schöne kompliert aussehende Adresse. Ich sehe mehrere Mädchen, die in der Gegend leben müssen und frage sie nach dem Hotel (ein grosses 23-stöckiges Gebäude irgendwo rund 300m weiter). Sie nehmen den Plan, drehen ihn mehrere Mal um, diskutieren, wo diese Adresse wohl sein könnte und geben dann entschuldigend auf. Ich sehe mich um und sehe eine uralte Frau am Rollator daherschlurfen. Sie war hell entzückt, als sie mir helfen konnte - die Japaner sind sehr freundlich und hilfsbereit, es ist wirklich beeindruckend. Mit dem Namen des modernen Hotels konnte sie nichts mehr anfangen, aber die Adresse kannte sie und sie zeigte mir letztendlich den Weg. Uff, das war schwierig. Ich werde wohl ein gutes Orientierungsgedächtnis entwickeln müssen.
Weg nach Tokyo Teil 3
Nun muss ich erst die kritischen Blicke dieses Herrn in weissen Handschuhen über mich ergehen lassen. Ich weiss nicht so richtig, was der hier soll mit seinem riesigen (Schlag?)stock und den weissen Handschuhen. Er guckt sehr streng in die Gegend, tut aber sonst nichts. Vermutlich ist er da falls wenn es an der Fahrkartenbarriere piepst, weil man das falsche Ticket hat. Man muss nämlich wissen, dass in Japan die Bahn und die Untergrundbahnlinien privatisiert sind. Die Strecke Narita Flughafen - Tokyo wird von 2 Gesellschaften bedient. In Tokyo sind 9 Untergrundbahnlinien in einer Hand, 4 weitere in einer anderen, daher muss man aufpassen, von welcher Gesellschaft man die Tickets hat, um nicht als Betrüger da zu stehen. Japan ist ein modernes Land aber ....
Im Zug dann die nächste Herausforderung. Die Stationen sind in lateinischen Buchstaben so klein angeschrieben, dass man Mühe hat, sie zu lesen. Ausserdem sind alle Fenster verdunkelt wegen der Hitze, man kann also fast nicht rausgucken. 90% der Mitfahrer sitzen in einem gekonnten Dämmerschlaf da. Wie die dann plötzlich an der Station wach werden, an der sie rausmüssen, ist mir ein Rätsel. Meine Nachbarin bitte ich, mir zu sagen, wo die Aoto Station ist, an der ich einen anderen Zug dann nehmen muss. Sie muss erst auf ihrem Handy gucken, ob der Zug da wirklich hält, dann schläft sie vor sich hin wie die anderen. Es ist übrigens in dem Zug fast eine Gespensterruhe, obwohl er voll ist. Pünktlich an meiner Station wacht sie auf, um mir zu sagen, dass ich raus muss.
In der Metrostation ähnliche Probleme, vor allem muss ich ein neues Ticket kaufen - Automat ohne lateinische Buchstaben. Ich muss die Zeichen mit denen auf meiner Karte vergleichen. Aber schliesslich bin ich da, wohin ich wollte.
wie findet man den Weg in Tokyo, zweiter Problemfall
So und dieses hier ist ein Automat, an dem man sein Ticket kaufen soll. Einer der wenigen in lateinischer Schrift. Aber wenn ihr glaubt, dies sei nun wirklich einfach, dann täuscht ihr euch, auf den kleinen Tasten is Kanji Schrift, also muss ich nun gucken und vergleichen, denn ich habe mir mein Ziel in Kanji aufschreiben lassen an der Rezeption des Hotels, intuitiv wusste ich, dass ich diese Vergleichsbasis wohl brauchen werde.
Nun, das ticket ist gekauft, aber damit nur das erste Hindernis aus dem Weg geräumt.
Wie findet man seinen Weg in Tokyo
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