Sunday, 16 August 2009

Japan, das Land der genialen Erfindungen




In Tokyo gibt es im Sommer kein Regenproblem aber ein Sonnenproblem. Daher haben viele Menschen ihre Sonnenschirme dabei. Hier im Eingangsbereich des Museums für moderne Kunst Schliessfächer für Schirme. Man nimmt dann seinen Schlüssel mit ins Museum. Genial. Eine weitere geniale Erfindung lerne ich bei meinem Einkauf eines Getränke kennen. Der ausziehbare Trinkhalm. Der Bedarf an einer Längenveränderung von Trinkhalmen, die es ermöglicht, den Halm der Trinkhöhe des Gefässes anzupassen, war sicherlich die absolute Marktlücke in Japan.









Eine weitere geniale Erfindung sind vollautomatisierte Toiletten, die fast schon eierlegende Milchkuhsäue sind. Also, man kann da Toiletten finden (auch im öffentlichen Bereich), die da so verschieden Knöpfe haben mit japanischen Schriftzeichen, so dass ein Europäer dann zu blöd ist, die Spülung zu finden. Ich habe dann im Hotel ausprobiert, zu was die verschiedenen Knöpfe sind, um beim nächsten Besuch einer öffentlichen Toilette nicht so jämmerlich zu versagen.
Also der Knopf ganz oben ist ein Knopf, der da so ein Geräusch macht, damit draussen vor die Tür die Leute nicht hören, dass es da so plätschert. Der zweite Knopf, der entscheidet über einen Wasserdruck. Der dritte ist der Grund, warum man den Wasserdruck verändern muss, der setzt eine Bidetdusche in Gang. Man kann sich aber auch entscheiden, dass da nur so ein leichter Spraystrahl kommt. Der eigentliche Spülknopf ist hinter der Abdeckbrille verborgen, da muss man dann so richtig nach hinten gucken, um den zu finden. Auf jeden Fall war ich froh, dass ich die Knopfprobe machte, ohne draufzusitzen. Der Wasserdruck war hoch eingestellt, ich hatte also Wasserspiele in meinem Klo. Einfach genial, ich bin sicher, das wird exportiert. Würde aber den Vorschlag machen, dass sie als Geräuschkulisse Beethovens 9. nehmen.

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Kein Hotelzimmer ohne Bügeleisen




Dieses hier schreibe ich speziell für meine Kusine Ute. In Japan legt man grossen Wert auf gut gebügelte Kleidung. Daher in jedem Hotel eine Bügeleisen. Da die Japaner klein sind, sind auch die Bügeleisen und vor allem die Bügelbretter klein und nur zirka 30cm vom Boden weg. Hier meine erste Wäsche in Japan und meine erste Bügelei. Ein T-shirt japanisch zugebügelt, damit ich korrekt daherkomme. Ich hoffe Ute ist glücklich, dass ich nicht so verschrumpelt rumlaufe, wie die T-shirts im meinem Schrank liegen.
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Wie findet man seinen Weg zu Fuss in der Stadt Tokyo

Tokyo ist eine der grössten Städte der Welt aber...
Es gibt hier keine Strassennamen. Die Häuser haben keine Nummern und die Adressen sind sehr eigenartig formuliert. Sie beziehen sich auf das Viertel, dann auf eine Blocknummer, die kein Mensch kennt, oft ist dann noch das Stockwerk dabei.
Keiner weiss, wo was ist, es sei denn, er hat sein Leben in diesem Viertel verbracht. Dies zu wissen ist zum Vorteil, ich werde euch gleich erzählen warum.
An fast jeder Ecke ist ein Plan, und jedem Block ist ein Wachmann oder Polizist zugeteilt, der für Fragen zur Verfügung steht - auf japanisch natürlich.
Ich komme nun an meiner Metrostation an und habe einen ausgedruckten Plan von meinem Hotel (vom Internet vorsorglich runtergeladen) und eine schöne kompliert aussehende Adresse. Ich sehe mehrere Mädchen, die in der Gegend leben müssen und frage sie nach dem Hotel (ein grosses 23-stöckiges Gebäude irgendwo rund 300m weiter). Sie nehmen den Plan, drehen ihn mehrere Mal um, diskutieren, wo diese Adresse wohl sein könnte und geben dann entschuldigend auf. Ich sehe mich um und sehe eine uralte Frau am Rollator daherschlurfen. Sie war hell entzückt, als sie mir helfen konnte - die Japaner sind sehr freundlich und hilfsbereit, es ist wirklich beeindruckend. Mit dem Namen des modernen Hotels konnte sie nichts mehr anfangen, aber die Adresse kannte sie und sie zeigte mir letztendlich den Weg. Uff, das war schwierig. Ich werde wohl ein gutes Orientierungsgedächtnis entwickeln müssen.

Weg nach Tokyo Teil 3




Nun muss ich erst die kritischen Blicke dieses Herrn in weissen Handschuhen über mich ergehen lassen. Ich weiss nicht so richtig, was der hier soll mit seinem riesigen (Schlag?)stock und den weissen Handschuhen. Er guckt sehr streng in die Gegend, tut aber sonst nichts. Vermutlich ist er da falls wenn es an der Fahrkartenbarriere piepst, weil man das falsche Ticket hat. Man muss nämlich wissen, dass in Japan die Bahn und die Untergrundbahnlinien privatisiert sind. Die Strecke Narita Flughafen - Tokyo wird von 2 Gesellschaften bedient. In Tokyo sind 9 Untergrundbahnlinien in einer Hand, 4 weitere in einer anderen, daher muss man aufpassen, von welcher Gesellschaft man die Tickets hat, um nicht als Betrüger da zu stehen. Japan ist ein modernes Land aber ....

Im Zug dann die nächste Herausforderung. Die Stationen sind in lateinischen Buchstaben so klein angeschrieben, dass man Mühe hat, sie zu lesen. Ausserdem sind alle Fenster verdunkelt wegen der Hitze, man kann also fast nicht rausgucken. 90% der Mitfahrer sitzen in einem gekonnten Dämmerschlaf da. Wie die dann plötzlich an der Station wach werden, an der sie rausmüssen, ist mir ein Rätsel. Meine Nachbarin bitte ich, mir zu sagen, wo die Aoto Station ist, an der ich einen anderen Zug dann nehmen muss. Sie muss erst auf ihrem Handy gucken, ob der Zug da wirklich hält, dann schläft sie vor sich hin wie die anderen. Es ist übrigens in dem Zug fast eine Gespensterruhe, obwohl er voll ist. Pünktlich an meiner Station wacht sie auf, um mir zu sagen, dass ich raus muss.
In der Metrostation ähnliche Probleme, vor allem muss ich ein neues Ticket kaufen - Automat ohne lateinische Buchstaben. Ich muss die Zeichen mit denen auf meiner Karte vergleichen. Aber schliesslich bin ich da, wohin ich wollte.
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wie findet man den Weg in Tokyo, zweiter Problemfall



So und dieses hier ist ein Automat, an dem man sein Ticket kaufen soll. Einer der wenigen in lateinischer Schrift. Aber wenn ihr glaubt, dies sei nun wirklich einfach, dann täuscht ihr euch, auf den kleinen Tasten is Kanji Schrift, also muss ich nun gucken und vergleichen, denn ich habe mir mein Ziel in Kanji aufschreiben lassen an der Rezeption des Hotels, intuitiv wusste ich, dass ich diese Vergleichsbasis wohl brauchen werde.
Nun, das ticket ist gekauft, aber damit nur das erste Hindernis aus dem Weg geräumt.
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Wie findet man seinen Weg in Tokyo




Heute einen kleinen Einblick, wie man hier reisen muss. Ich habe beschlossen von Narita den lokalen Zug zu nehmen, billiger und schneller als der Flughafenbus - aber...
Hier ein Beispiel des Fahrplans, ich bin sicher ihr findet nun genau raus, wohin ich gehen muss.
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Saturday, 15 August 2009

Elsbeth in Japan

Heute abend noch ausgegangen, um den Jet lag zu überwinden und auch Japan by night zu sehen. Nun, die Japaner scheinen gern zu trinken in ihren Bars und zu singen, es war sogar eine Singschule aktiv, um die Leute im Karaoke zu trainieren.
Mehrere Grossfamilien waren mit Lampions unterwegs, schönen, grossen mit Gesichtern etc. Sie waren auf dem Weg zu einem kleinen Friedhof, der hier mitten in der Stadt liegt, und dort war dann viel los. Vor vielen kleinen Gedenksteen (Platz ist teuer, daher wirklich klein) waren Räucherstäbchen angezündet, Lampions angebracht, es sah schön aus, muss wohl ein besonderer Tag sein, heut. Der 15.8. Ist auch für die Katholiken wichtig, vielleicht war dies der Grund. Mein Japanisch reicht nicht zum Fragen.
Ja, was ich noch vergessen hab im vorigen Text. Viele Chauffeure haben weisse Handschuhe, sieht edel aus. Der Chauffeur vom Bus zum Hotel hatte auch welche. Und er entschuldigte sich mit Bücklingen für die Verspätung (es war gerade mal 1 Minute). Wie hier sich jeder entschuldigt, wenn der Kunde auch nur einige Minuten warten muss, bis er dran ist. Daher habe ich Sumimasen schon gelernt und arigatoo (danke). Vielleicht komm ich damit durch. Habe auch die Automaten am Bahnhof angesehen. Oh Gott, da ist nichts in unserer Schrift. Ich werde euch mal ein Beispielfoto schicken und dann könnt ihr raten wohin das geht. Vielleicht muss ich doch noch die 46 Buchstaben des Basis Kanji lernen. Die 2000 , die man zum Zeitunslesen braucht, die lerne ich sicher nicht. Aber bei den Metrostationen setzen sie das « einfache » Kanji.
Gott sei Dank habe ich in der 3. Woche einen Railpass, da kann ich überall hin, auch wenn ich im falschen Zug sitze. Nachdem ich das Land ja eh nicht kenne, ist das dann nicht so schlimm.

Hallo,
bin gut angekommen in Narita, dem Flughafen von Tokyo. Der Flug verging im Flug, denn ich hatte einen netten Japaner als Nachbarn, der mir auch gleichzeitig ein wenig Sprachkurs gab. Also ich bin gut gerüstet.
Japan ist überraschend. Schon am Flughafen (der sehr gross ist) eine Ruhe und Unaufgeregtheit, wie man sie von unseren Flughäfen nicht kennt.
Bei Einreise müssen alle Nichtjapaner einen Fingerabdruck machen lassen und ein Photo. Also, nun bin ich auf der potentiellen Fahndungsliste!
Keiner motzt, wo bleibt der
Datenschutz?
Ich habe dann am Flughafen erst mal alle möglichen Informationen eingeholt für meine weitere Reise. Es stimmt schon, das Englisch, selbst in der Tourist Information ist nicht gerade toll. Aber freundlich und hiflsbereit sind die Menschen, das ist beeindruckend.
Mein Hotel liegt im Zentrum von Narita, der Stadt, wo der Flughafen liegt und ist mit einem Shuttle Bus erreichbar. Um dem Jet Lag zu entgehen mache ich mich erst zum Hotel, lasse den Koffer schon dort (Zimmer kann ich noch nicht bekommen) und dann ist es auch schon 10 Uhr morgens und ich mach mich gleich auf eine Besichtigungstour.
Und da fand ich schon auf der Strasse die erste Überraschung. Etwa ein Drittel der Passanten lief mit kleinen Schirmen durch die Gegend zum Schutz gegen die Sonne. Nicht nur Frauen!
Ja, es ist heiss hier. Um 7 Uhr hat der Flugkapitän noch 25° angesagt und für den Rest des Tages bis 35°. Die Sonne brennt schon gnadenlos. Also hier mein erster Einkauf - ein kleiner Sonnenschirm, der mich wohl auf der Reise begleiten wird.
Nach 15 Minuten zu Fuss bin ich auch schon bei einer besonderen Sehenswürdigkeit, dem Naritasan Shinshoji Tempel, der 940 unter Tenkei gegründet und dem Feuergott Fudo Myouou gewidmet wurde. Das Tempelgelände ist riesig, überall Pagoden, die reich verziert sind und ein wunderschöner Park mit organisierter Wildnis, wie dies im japanischen Garten so üblich ist. Sehr grosse alte Bäume, künstlich angelegte Bäche (die natürlich wirken) und Seen.
Ich folge einer Tempelzeremonie, in der viele Menschen anwesend sind. Der Singsong der Mönche ist einschläfernd und darum zuckte dann auch alles zusammen als dann ein Mönch, der eher einem Sumokämpfer glich auf den wohl grössten Gong, den ich je gesehen habe, schlug.
Dann kam die Feuerzeremonie, die von einem wohl hochrangigen alten Priester geleitet wurde.
Plötzlich kamen mehrer junge Mönche und stellten sich auf und alle Japaner (vor allem die Frauen) rannten mit ihren Handtaschen zu diesen Mönchen, um ihnen diese zu übergeben. Diese nahmen diese mit zum Feuer und wedelten sie durch den Rauch. Dann brachten sie sie zurück. Mit glücklichen Gesichtern kamen dann die Menschen wieder auf ihre Plätze zurück. Wahrscheinlich bringt dies Glück oder erhöht die Summe in ihren Geldbeuteln. Wie überhaupt das Tempelgelände auch gleichzeitig als Lottobude dient. Überall kann man Lose mit Zahlen kaufen - und die Menschen kaufen! Vermutlich das Einkommen der Mönche.
Die Müdigkeit holt mich dann um 12 Uhr Ortszeit ein. Ich lege mich für eine Stunde in den Park zum Schlafen und mache mich auf den Rückweg ins Hotel.
Dabei kam ich an einem sehr populären Restaurant vorbei. Vor dem Restaurant sitzen 3 Männer, die mit grossen Messern lebende Aale filetieren. Der Kopf des Aals wird auf dem Holztisch festgenagelt und mit dem Messer wird dann kunstvoll die Haut abgezogen und dann die Gräten entfernt. Ein anderer bereitet dann die Filets so zu, dass man sie auf den Grill legen kann. Es sind niedrige Holztische aufgestellt und im Gegensatz zu den anderen Restaurants, an denen ich vorbeikam, war es hier voll. Ich also rein in die Bude, jeder guckt, denn ich bin wohl die einzige Europäerin, die sich hierher verirrte. Ich bekomme dann einen Platz am Rand des Tisches. Zuvor muss ich jedoch meine Schuhe ausziehen und in einem Plastikbeutel mitnehmen zum Tisch. Ich deute an, dass ich das esse, was alle essen und bekomme dann auch meine Esstäbchen und den Fisch mit Reis und eine Suppe ohne auch nur ein einziges Fettauge drauf. Da ich sehe, dass die anderen erst den Fisch und den Reis essen und die Suppe links liegen lasse, mache ich dasselbe. Ich versuche nun meine Künste mit den Stäbchen zu verbessern. Die Leute am Tisch amüsieren sich heimlich. Dann reichen sie mir einige Gewürze, die man anscheinend noch hinzufügen muss. Gott sei dank ist der Reis schön klebrig und kein Uncle Ben's, der vom Stäbchen fällt. Aber ich habe wohl den besten Fisch meines Lebens gegessen. So was Köstliches, nicht umsonst ist hier die Bude voll.
Essen scheint in Japan eine schnelle Sache zu sein. Im nu waren die Menschen an meinem Tisch fertig, zum Abschluss stürzten sie die Suppe in einem Zug runter und weg waren sie. Ich bin im Land der Schnellesser!
Nach diesem Fischgenuss zurück zum Hotel, wo ich nun endlich mein Zimmer bekomme und mich duschen kann und natürlich auch Zeit habe für diese Blognachricht.

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Friday, 14 August 2009

Mein Flieger, nicht der neueste

Es geht los in einem alten flieger gruss aibi
Elsbeth Reiter
Mobile: 0032473664399

Wednesday, 12 August 2009

Heute Mittwoch Abend Photoversuche für die Reise, immer nicht ganz einfach mit flickr zu arbeiten. Na ja, wird schon.