Thursday, 20 August 2009

Wirrwarr der Elektrik




Elsbeth in Japan
Kaum zu glauben, Kabelsalat beim Fischmarkt


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Sushi Bar




Elsbeth in Japan
Schlange vor einer populären Sushi Bar am Fischmarkt. Die Bar daneben hatte nur einen Kunden. Ich bin natürlich hier in der Schlange zum allgemeinen Amusement der Japaner.
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Sushi Messer




Elsbeth in Japan
Verkauf von Sushi Messern an einem Stand beim Fischmarkt. Diese Messer sind sehr teuer
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U-bahn Schlaf




Elsbeth in Japan
Der Schlaf in der U-Bahn, morgens um 10 Uhr schon die komplette Erschöpfung. Meist hängen so rund 90% der Mitfahrer rum, wenn man morgens sehr früh oder abends die Bahn nimmt.
Heute sogar einen gesehen, der auf dem Bahnsteig im Stehen tief schlief














Jede Menge Handschlaufen für die Rush-hour
Elsbeth in Japan
Heute endlich mal ausgeschlafen, aber darum leider ein wenig spät für die Attraktion Tokyos, den Fischmarkt Tsukiji, wo jeden morgen schon sehr früh die Fischauktion lauft und dann anschliessend der Markt für Otto Normalverbraucher offensteht. Ein unglaubliches Angebot. Der Japaner lebt vom Meer, am Meer und hat nur Fisch im Kopf, wenn er an Essen denkt. Fleisch erobert nur sehr langsam und fast ausschliesslich in Form von Rinderhack den Tisch.
Die Gegend um den Fischmarkt ist von einer überraschenden Einfachheit, wenn man sonst das andere Tokyo im Kopf hat. Allein die elektrischen Installationen erinnern hier eher an Osteurop als an eines der modernsten Länder der Welt. Es gibt um den Fischmarkt herum kleine Märkte, die eher an einen Soukh in Nordafrika erinnern in ihrem malerischen Angebot. Aber trotz allem von einer nicht zu übertreffenden Sauberkeit. Kaum hat man ein Glas vor einem Stand auch nur zufällig berührt, schon rennt jemand mit einem Tuch um es sauber zu reiben. Die müssten mal bei mir zuhause meine Fenster sehen.
Nach einer Sushi Mittagspause in einer sehr populären Sushi Bar am Fischmarkt habe ich Kulturelles auf dem Programm. Das Nationalmuseum Tokyo im Ueno Park. Geschichte und Kultur Japans sind hier in einer Art und Weise ausgestellt, wie es nur die Japaner können. Jedes Stück gut präsentiert und alles nur von ausgesuchtester und perfekter Qualität. Präzision und Qualitätsbewusstsein sind tief in der japanischen Mentalität verwurzelt. Dies begreift man nirgends besser als hier als Tourist in Tokyo. Selbst der Barmann, der den Kaffee oder Tee an der Bar serviert macht dies mit einer Perfektion, die Tasse muss genau ausgerichtet sein, alles bis auf i-Tüpfelchen genau, der Schaum auf dem Cappucchino, das Design mit dem Kakao auf dem Milchschaum etc.
Heute folgendes Erlebnis: Mir fiel im Museum ein altes Ubahn ticket heraus, ohne dass ich es merkte, gleich sprangen zwei herbei und hoben es auf und fragten, ob sie es in den Müll werfen könnten. Dies machte mich sehr verlegen, denn die dachten natürlich "diese schlampigen Europäer". Wie überhaupt nirgends Schmutz zu sehen ist oder etwa ein kleiner Fetzen Papier auf der Strasse. Man tut dies einfach nicht und man akzeptiert es auch nicht. Man sieht hier hin und wieder Leute mit Gesichtsmasken, die wie Operationsärzte durch die Gegend eilen. Dies sind nicht etwa Hypochonder, die Angst vor Bakterien haben. Nein, es sind Leute, die eine kleine Erkältung haben und wenn man dies hat dann setzt man sich mit Rücksicht auf die anderen diese Maske auf, um niemanden anzustecken. Keine schlechte Idee, hilft sicherlich vor allem in der U-Bahn gegen Ansteckungsgefahr.
Ich möchte auch nicht nochmals auf das Kapitel Toiletten zurückkommen, aber ich kenne kein Land, wirklich kein Land, wo die öffentlichen Toiletten so sauber sind, dass man meint, man sei zuhause. Nie fehlt Klopapier, nie ein Schmutz, immer picobello. Immer Seife etc, wir können viel lernen in dieser Beziehung. Was müssen die einen Horror haben vor dem, was bei uns so an öffentlichen Einrichtungen ist.
So, nun heisst es Koffer packen, morgen früh geht es zu Fuji und nach Hakone, wo ich dann eine Nacht in einem anderen Hotel verbringe. Hoffentlich ebenfalls mit einfachem Internetanschluss.

Wednesday, 19 August 2009

Elsbeth in Japan
Heute ein Ausflug nach Nikko, das als World Heritage
eingestuft wurde und dies nicht umsonst. Ich werde
hier aber keinen Reiseführer kopieren, ich lasse vor
allem die Bilder für sich sprechen. Nur ganz kurz
einige Anmerkungen.
Die Japaner sind bei religiösen Sachen wirklich sehr praktisch eingestellt. Von allem holt man sich, was passt. Shinto für die angenehmen Dinge im Leben,
Buddhismus für Tod und Krankheit (wenn man
plötzlich hofft auf ein Leben nach dem Tod oder eine
Wiedergeburt) und die christliche Kirche für so Dinge
wie Weihnachte, das die Japaner mit Leidenschaft
feiern.
In Nikko haben sie dann von Anfang an gleich Shintoismus
und Buddhismus in einer Tempelanlage untergebracht.
Shintoismus hat Schreine, der Buddhismus hat Tempel. und hier in Nikko ist alles einträchtig beieinander. Wie pragmatisch die Mönche sind
zeigt die Tatsache, dass sie jedes Jahr von
Brauereien oder Whisky distillerien (oder beiden)
Fässer gestiftet bekommen, wenn sie diese
dafür dann leer im Tempelbereich stehen lassen
mit den Firmenmarken gut sichtbar. So sieht man
denn also in jedem Tempel solche Fässer und als
Europäer ist man dann eben ein wenig verwundert.
Die Lage am 2484 m hohen Vulkan Nantai-San hat sicher
auch für solch ein religiöses Zentrum gesprochen.
Ausgangspunkt für den prunkvollen Ausbau der Anlage
war der Bau eines Mausoleums für den ersten Shogun
Tokugawa im 17. Jahrhundert. Sein Enkel steckte ein
Vermögen in die Verehrung seines Grossvaters. Alle
seine Samurai mussten einen Beitrag leisten. Einer
davon war ein armer Kerl und der hatte eigentlich die
originellste Idee, er versprach 3000 Japanzederbäume
zu pflanzen, denn er rechnete sich aus, dass ihn das
Grundmaterial dafür eigentlich nichts kostete. Er liess
dann seine Bauern einen riesigen Zedernwald anpflanzen,
der heute noch mit altehrwürdigen Bäumen steht und
die Landschaft prägt.
Ansonsten überschlägt sich die Anlage an Meisterwerken
der Baukunst.
Eines sei noch erwähnt: Das Affenbild mit nichts sagen,
nichts sehne, nichts hören, das wir so gerne politisch sehen,
ist traditionell im Shintoismus verwurzelt und bedeutete
eigentlich, dass die Kinder kein böses Wort in den Mund
nehmen sollen, kein böses Wort hören sollen und nichts
Böses sehen sollen. Pure Kindererziehung also und die
macht eigentlich Sinn.


Im Anschluss an den Tempelbesuch noch ein Fahrt zu einem
grossen Kratersee in der Nähe und dem Wasserfall, der aus diesem See
über harte Basaltsäulen sich in die weichere Gesteinsmassen
gegraben hat. Fast 100m hoch, ein beeindruckendes Schauspiel.
Leider hat das Wetter nicht so mitgemacht. Das Gebirge
um den See herum lag in dichten Wolken.

Rückfahrt nach Tokyo, wo wir bei Dunkelheit ankamen im
Shinjuku Zentrum, einem völlig neuen Wolkenkratzer Zentrum
von Tokyo. Die Skyline ist vielleicht nicht so hoch wie in New
York wegen der Erbebengefahr, aber was hier in den letzten
10-20 Jahren gebaut wurde ist wohl das feinste vom feinsten
an moderner Architektur. Ich bin ja kein Fan von solchen
Hochhäusern, aber dieses weite Zentrum ist von einer ästhetischen
Schönheit, die einem die Sprache verschlägt, kaum eine Bausünde,
alles gut durchdacht und durchgeorganisiert. Mit Strassen und Plätzen für
Fussgänger und Fahrräder (ja auch die gibt es in zunehmenden Masse
in Tokyo, die dürfen - noch - auf den Gehwegen fahren im allemeinen
Verkehrsfluss mit den Fussgängern und tun dies mit der
japanischen Rücksicht auf andere, die so vorbildlich ist und
das Zusammenleben hier so angenehm macht.
Bei Nacht ist die Shinjuku Gegend besonders schön, denn die
Lichter in den Gebäuden bringen die schöne Architektur
erst so richtig zum Vorschein. Und man kann sich hier mit der
grössten Sicherheit auch bei Nacht bewegen. Es sind noch viele
Menschen unterwegs, zu 90% Männer, die noch pflichtgemäss in
betrieblich georganisierten Gruppen in Bars aufgereiht sind.
Sie sagte unsere Reiseleiterin: Mein Mann kommt immer nur gegen 1 Uhr
nach Hause und beim Abendessen am Sonntagabend sagen die
Kinder zu ihrem Papa, also dann Tschüss bis Samstag.
Dann noch geschind ein Konzert in der Tokyo City Opera,
ebenfalls in einem futuristischen Gebäude. Ein modernes Requiem
von einem Deutschen geschrieben (Franz Jochen Herfert).
Die Musik war gewöhnungsbedürftig, aber die Japaner waren
hingerissen. Es gab viel Applaus und der Komponist war
höchstpersönlich da und bekam Blumen überreicht.
Der Konzertsaal einmalig schön von einer traumhaften Akustik,
hier wurde finanziell an nichts gespart, Kultur ist den Japanern
traditionell wichtig.

Tuesday, 18 August 2009


Der Eingang zum Tsurugaoka Hachimangu Schrein



Elsbeth in Japan
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Hier wieder die Gelegenheit mit dem Rauch der Stäbchen sich Intelligenz in Richtung Kopf und Geld in Richtung Hosentasche zu fächeln.
Ich fächle und fächle!



Elsbeth in Japan
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Die grösste Holzglocke von Japan



Elsbeth in Japan
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Lotusteich bei der Buddhastatue von Kamakura. Die Lotuspflanze hat ihre Wurzeln im Sumpf, es gelingt ihr jedoch sich aus diesem Sumpf aufzurichten und die schönsten Blüten zu haben. So wie der Lotus ist auch der Mensch fähig, sich aus den Niederungen, dem Morast des Alltags zu erheben und grosse Dinge zu tun - so wenigstens sieht der Buddhismus das.



Elsbeth in Japan
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